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Bob Dylan
  Ein erfolgreicher Unternehmer –
Dr. Oswald Hager über das Saarland
und seine Beziehung zur Region


"Als ich geboren wurde, hieß das Saarland "Saargebiet" und war infolge des Ersten Weltkriegs dem Völkerbund unterstellt. 1935 kam es nach der Volksabstimmung am 13. Januar "heim ins Reich", wie wir Saarländer zu sagen pflegen. 1945 wurde es zuerst französisches Protektorat, dann autonome Region, bis es schließlich 1957 − wieder nach einer Volksabstimmung − der Bundesrepublik Deutschland beitrat.

Ich bin in Ensheim geboren. Das ist heute ein Stadtteil von Saarbrücken. Auch meine Eltern stammen von dort. Als sie geboren wurden, war Ensheim sogar bayerisch, weil die Kreise St. Ingbert und Homburg damals pfälzisch waren und die Pfalz zu Bayern gehörte. – Ich erzähle das nicht, weil ich verwirren will, sondern, um deutlich zu machen, wie wechselvoll für uns Saarländer die Geschichte war.

Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass die Menschen außerhalb des Saarlandes oft kein klares Bild von uns haben. Mir ist es in den 50er Jahren wirklich passiert, dass mich jemand auf der Hannover Messe fragte: "Wo haben Sie als Saarländer denn so gut Deutsch gelernt?" – Natürlich sind wir Deutsche, haben jedoch auch einen Schuss von der französischen Lebensart mitbekommen – aber vor allem sind wir Saarländer.

Unser Bundesland hat, nicht zuletzt durch die Grenznähe, ein besonderes Flair. Diese Eigenart spiegelt auch die saarländische Küche wider: Es gibt traditionelle, bodenständige Gerichte. Man kann an der Saar aber auch sehr gut französisch essen. Außerdem wird hierzulande auch gerne ein Gläschen Wein zum Essen getrunken, und das nicht erst seit den letzten Jahren, als dies überall modern wurde. Vor allem aber sind es die Menschen an der Saar, die es Besuchern leicht machen, sich wohl zu fühlen. Saarländer sind meist offen und kontaktfreudig. Sie "schwätze mit de Leit" und teilen anderen auch etwas von sich mit.

Vor über fünfzig Jahren haben mein Bruder und ich gemeinsam mit unserem Vater ein Unternehmen gegründet, das Produkte und Systeme anbietet, die bei der Elektroinstallation in Gebäuden eingesetzt werden. Heute agiert die Firma Hager weltweit und hat mehr als 11.000 Beschäftigte. Nicht zuletzt deshalb sind wir weit herumgekommen und haben viele schöne Plätze auf der Welt gesehen. Dennoch zieht es uns immer wieder an die Saar, denn das kleine Bundesland hat einiges zu bieten: die zentrale Lage in Europa, eine wunderbare Landschaft, ein attraktives kulturelles Angebot und eine hohe Lebensqualität.

Wir haben jedes Jahr ca. 6.000 Elektriker im Unternehmen zu Gast. Diese erfahren etwas über unser Systemangebot und besichtigen unsere Werke. Was sie aber oft am meisten beeindruckt, sind der freundliche Empfang und die typisch saarländische Herzlichkeit. Sie fühlten sich bei uns einfach wohl. Diesen Eindruck näher zu beschreiben, ist schwierig. Das muss man selbst erleben. Deshalb fordere ich die Leser dieses Beitrags auf: "Besuchen Sie einfach einmal das Saarland. Sie wären nicht die Ersten, die anfangs nur zu einem Besuch kommen wollten und dann ihr ganzes Leben hier geblieben sind."



Weitere Informationen unter:
www.hagergroup.net