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Bob Dylan
  Musikfahndung im Rauschen des Internets

Die Musik interessiert auch Informatikforscher wie Meinard Müller, der im Saarbrücker Exzellenzcluster "Multimodal Computing and Interaction" mitwirkt. Seine Spezialität ist die gezielte Suche nach Musik in Ton, Text und Notenschrift.

Der Forscher hat Verfahren entwickelt, um Musikstücke im Netz aufzuspüren und miteinander vergleichen zu können. Das ist nicht nur eine Spielerei für Musikliebhaber, sondern könnte sogar die Ausbildung von Musikern revolutionieren. Zu den von ihm entwickelten Suchwerkzeugen gehört der Multimodal Music Player, eine Software, die auf verschiedenen Wegen nach Musik fahnden kann. Es genügt, dem Player einige Takte vorzuspielen, und schon erspürt er in Datenbanken die Partitur des ganzen dazugehörigen Musikstücks oder eine Reihe verschiedener Tonaufnahmen – eine Interpretation von Barenboim oder Bernstein etwa. Ein Klick in die Partitur, und die entsprechende Stelle des Klavierkonzerts oder Oratoriums erklingt. Während die Musik abgespielt wird, kann der Nutzer zwischen den Interpretationen der verschiedenen Dirigenten hin- und herwechseln und so die Aufnahmen direkt vergleichen.

"Der Player ist nur der sichtbare Teil unserer Grundlagenforschung", betont Müller. "Wir befassen uns noch viel umfassender mit der automatisierten Verarbeitung und Analyse von Musik- und Audiodaten." Und das hat es in sich, denn für einen Computer ist das Erkennen von Musik keineswegs trivial. Den harten Anschlag auf einem Klavier kann der Rechner noch einigermaßen leicht erkennen. Doch der auf einer Geige gespielte Ton ist eine Mischung von Oberschwingungen, von Vibrationen, ein Geräusch das langsam anschwillt, dessen Anfang und Ende kaum zu erkennen ist. Noch schwieriger ist es für Maschinen, den Klangteppich eines Orchesters zu interpretieren, in dem einzelne Töne kaum mehr auseinanderzuhalten sind. Derzeit untersucht Meinard Müller gemeinsam mit Thomas Duis, Konzertpianist und Rektor der Hochschule für Musik Saar, wie man die Musiksuche für die Ausbildung von Pianisten nutzen kann. So können die Studenten künftig quasi synchron eigene Tonaufnahmen mit denen von Profis vergleichen und einzelne Takte, Triolen oder Crescendi im Detail analysieren.

ForschungsCampus Saar. Kreativität im Zentrum Europas

Mittendrin in Europa – die geographische Lage der Forschungseinrichtungen im Saarland erweitert die Perspektiven wissenschaftlicher Arbeit. An der Grenze ist die Internationalität eine Selbstverständlichkeit. Unkonventionelle Ansätze finden dort ihren Platz und haben dem Saarland zum Aufstieg in die europäische Spitzenforschung verholfen. Die Informatik, die Nano- und Lebenswissenschaften sowie der Europa-Schwerpunkt bestimmen das Forschungsprofil der Region.

Die Saarbrücker Informatik gehört weltweit zu den Top-Adressen in Lehre und Forschung. Ihr Erfolg bei der Exzellenzinitiative des Bundes belegt die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit im Saarland, ebenso wie die zahlreichen Forschungsprojekte im gesamten Fächerspektrum, die von den nationalen und europäischen Förderprogrammen sowie der Industrie profitieren.

Der ForschungsCampus Saar ist ein kreatives Zentrum, von dessen Potenzial auch die Studierenden an der Universität profitieren. Sie können schon früh an Forschungsprojekten mitwirken und schaffen so schneller den Einstieg in Beruf und Karriere.

Kurze Wege verbinden die Universität mit den Forschungseinrichtungen im Saarland. Dazu gehören:

– Max-Planck-Institute für Informatik und für Softwaresysteme,
– Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
– Intel Visual Computing Institute
– Leibniz-Zentrum für Informatik Schloss Dagstuhl
– INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien
– Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung des Saarlandes
– Fraunhofer-Institute für Zerstörungsfreie Prüfverfahren
   und für Biomedizinische Technik
– Steinbeis Forschungszentrum Material Engineering Center Saarland
– Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik
– Korea Institute of Science and Technology Europe

Das ausgeprägte europäische Profil und die besonderen Beziehungen zu Frankreich sind das Markenzeichen der Saar-Universität. Grenzüberschreitend studieren und forschen – dieses Ziel will die Saar-Universität auch mit dem Projekt "Universität der Großregion" verwirklichen. Sieben Partner-Universitäten in Belgien, Luxemburg, Frankreich, Rheinland-Pfalz und dem Saarland schaffen einen gemeinsamen Hochschulraum mit einzigartigen Studienmöglichkeiten und Forschungskooperationen.





"Die Wege im Saarland sind kurz. Durch die Überschaubarkeit kommt man schnell zu Entscheidungen – und ist überrascht vom vielfältigen kulturellen Angebot im Dreiländereck."
Professor Volker Linneweber, Präsident der Universität des Saarlandes.





"Die Teamarbeit in internationalen Forschergruppen macht großen Spaß. Als Wissenschaftler kann man im Saarland viele Dinge selbst mitgestalten."
Professor Peter Druschel, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme.





"Neue Materialien spielen bei vielen Entwicklungen die erste Geige. Das Saarland spielt vorne mit – in Forschung und Praxis."
Professor Eduard Arzt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien.





"Saarbrücken ist internationaler Spitzenstandort in der Informatik. Den Studenten und Doktoranden aus der ganzen Welt bietet die Informatik ein inspirierendes Umfeld."
Professor Kurt Mehlhorn, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Infor-matik.





"Im Saarland betreibt man keine Forschung im Elfenbeinturm. Neue Technologien werden bis zur Marktreife gebracht und als Innovationen in Unternehmen eingeführt."
Professor Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH.





"Die Forschung an der Universität ist im Saarland eng verzahnt mit den Forschungsinstituten. Davon profitieren nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch die Studenten und Doktoranden und letztendlich die innovativen Unternehmen."
Professor Christian Boller, wissenschaftlicher Leiter des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren.



Weitere Informationen unter:
www.uni-saarland.de