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Seit 100 Jahren für die Patienten da: Das Uniklinikum des Saarlandes feiert Geburtstag. Das Universitätsklinikum des Saarlandes feiert in diesem Jahr 100 Jahre Krankenversorgung in Homburg: Am 1. Juni 1909 wurde die „Pfälzische Heil- und Pflegeanstalt“ in Homburg eingeweiht. Bereits damals war man stolz auf ihre landschaftlich reizvolle Lage im Süden der Kreisstadt, für die die Stadtväter 3,5 Quadratkilometer oder mehr als 350 Fußballfelder Baugelände zur Verfügung gestellt hatten. Der Architekt Ullmann war dabei um malerische Originalität der pavillonartig angeleg-ten Gebäude und um Anlehnung an heimische pfälzische Architektur bemüht. Die Einrichtung war von Wald, Wiesen und Feldern umgeben und wurde durch einen ebenfalls dazu gehörenden Gutshof versorgt. Noch heute ist, obwohl um den alten Gebäudekern viele moderne Bauten entstanden sind, der ursprüngliche Charme des Klinikums im Grünen erhalten geblieben. 1922 wurde hier das Landeskrankenhaus für das neu gebildete Saargebiet etabliert. Das heutige UKS – Universitätsklinikum des Saarlandes – wurde schließlich 1947 unter der Patenschaft der Universität Nancy in Homburg gegründet. Zur Partneruniversität Nancy bestehen auch heute noch besonders enge Beziehungen. Von der großzügigen Bauplanung der Jahrhundertwende profitieren die heutigen Architekten, die mit dem aktuellen Masterplan die innovative bauliche Entwicklung des UKS für die nächsten Jahrzehnte auf den Weg bringen. Zukünftig soll ein ausgewogenes Verhältnis von modernen, wirtschaftlichen Zentralgebäuden und architektonisch und historisch wertvollen dezentralen Gebäuden entstehen. In den nächsten fünf Jahren werden, beginnend mit dem Neubau der Inneren Medizin, weitere Baumaßnahmen in einem Gesamtvolumen von über 150 Millionen Euro realisiert. Internationale Spitzenmedizin im Herzen Europas Im Jahr 2009 hat das UKS mit 30 Fachkliniken und 20 Instituten eine Spitzenstellung als Gesundheitszentrum im Südwesten Deutschlands erreicht. Über 5.300 Mitarbeiter sorgen für ihre Patienten. 2000 Studierende werden an der hier ansässigen Medizinischen Fakultät in Medizin und Zahnmedizin, Biologie und Bioinformatik ausgebildet. Die Fachkliniken des UKS organisieren regelmäßig nationale und internationale Kongresse; häufig sind Ärzteteams aus aller Welt zu Gast, die sich vor Ort über neueste OP-Techniken und Behandlungsmethoden informieren. Viele der Doktoranden kommen aus dem Ausland – Ausdruck der weltweiten Attraktivität des Forschungsstandortes Homburg. Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften konnte im vergangenen November als Gastredner Professor Guobin Wang aus China, Präsident des Union Hospital of Tongji Medical College in Wuhan, begrüßt werden – nur ein Beispiel langjähriger und vielfältiger Kooperationen rund um den Globus. Weltweite Forschung für Patienten Felder medizinischer Arbeit und Forschung am UKS sind die Transplantationsmedizin und die Krebs-therapie, allen voran der international renommierte Behandlungsschwerpunkt aggressiver Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) mit dem José-Carreras-Zentrum für Immun- und Gentherapie. Weiterhin werden in Homburg innovative Verfahren der Tumorbehandlung bei Brust- und Prostatakrebs angeboten. Auch bei Erkrankungen des Gehirns, des Herz-Kreislaufs- oder des Bewegungsapparates nimmt Homburg eine internationale Spitzenstellung ein. So wurde die Homburger Kardiologie Projektleiter im größten Forschungsvorhaben der Europäischen Gemeinschaft zum Thema Schlaganfallprävention. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alzheimer-Forschung. Hierbei handelt es sich um das bisher größte in Homburg koordinierte EU-Forschungsprojekt. Das UKS bietet Hochleistungsmedizin Durch die enge Verzahnung von klinischen und theoretischen Fächern und die internationalen Kontakte kann im UKS eine wissenschaftlich basierte Spitzenmedizin angeboten werden, die sich an internationalen Leitlinien und Neuerungen orientiert. Die Ärzte und Forscher unterhalten rund 250 Forschungs-kooperationen weltweit. Deshalb können Patienten sicher sein, dass sie gerade bei komplexen Krankheitsbildern immer vom neuesten Stand der Medizin profitieren. In Homburg besteht seit 10 Jahren ein Sonderforschungsbereich (SFB) zur Signalübertragung in Zellen und aktuell eine Beteiligung am neuen transregionalen SFB zur Fibrose, der krankhaften Vermehrung von Bindegewebe in Leber und Niere.Weiterhin gibt es zwei Klinische Forschergruppen zu Hepatitis C bzw. zu Umbauprozessen im Herz- muskel, die zu chronischer Herzinsuffizienz führen können. In drei Graduiertenkollegs werden exzellente Nachwuchsforscher ausgebildet. Um diese Leistung zu würdigen, lädt das UKS am 17.06.2009 zu einem großen Fest ein: 100 Jahre Klinikum. Für flotte Klänge wird die Uni BigBand sorgen. Weitere Informationen unter: www.uks.eu |
